Direkt in der ersten Ferienwoche machte sich die Gruppe C/D aus dem Internat der LGS Neuwied auf den Weg, um die Niederlande unsicher zu machen. Genauer gesagt ging es für die vier Jugendlichen und ihre Betreuer nach Nordholland in das schöne Städtchen „Hippolytushoef“. Als Unterkunft bezog man eine beträchtliche Villa im bäuerlichen Stile in einem Feriendorf direkt am Deich. Ganze sieben Tage voller Action und Spaß standen auf dem Programm!

Koffer ins Auto, fertig, los!

Direkt freitags nach der Schule ging es dann los. Die Autofahrt dauerte knapp dreieinhalb Stunden. Bei Ankunft wollte man natürlich sofort ans Meer, aber zuerst mussten die Koffer ausgepackt und das Haus eingeräumt werden. Gegen Abend unternahm man noch einen kleinen Ausflug auf den Deich um festzustellen – „Oh Wunder!“ – es war Ebbe! Also musste das Meer wohl doch noch warten.

Den Samstag wollte man für Erkundungen nutzen. Am Deich entlang wanderte man in das nächstgelegene Städtchen. Ziel sollte ein kleiner Kinderbadestrand sein. Zur Enttäuschung aller versteckte sich das Meer immer noch, sodass die Vorfreude auf den morgigen Tag nur stärker wuchs. Wenigstens konnte man sich dafür am Badestrand etwas abkühlen, solange man nicht gerade in Müll oder Hundehaufen getreten ist.  

Sommer, Sonne, Strand und Meer! Damit beschreibt man den Sonntag wohl am besten. „Das sieht hier aus wie auf Mallorca“ – tatsächlich: weißer Strand und blaues Meer. Kein Wunder, dass man dort gleich den ganzen Tag verbringen wollte. Ob weit rausschwimmen, Sandburgen bauen oder einfach auf dem Handtuch liegend die Sonne genießen - für jeden war etwas dabei! Und tatsächlich, die „raue See“ war weder salzig noch wellenreich. Der ein oder andere Sonnenbrand sollte noch eine geraume Zeit an diesen sonnigen Tag erinnern. Ein Sommer in der Nähe von Wasser bringt neben Sonne auch noch etwas Anderes mit sich: Mücken! Nachts entbrannte dann eine heftige Auseinandersetzung zwischen Badelatschen und den ungebetenen Gästen.

sommerfreizeit holland

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Im Gegenteil zum entspannten Sonntag ging es am Tag darauf auf einen Wanderweg in ein Naturschutzgebiet. Tapfer schlug man sich durch hohe Gräser und die windigen Hügel. Man konnte sogar durch ein Fernglas Kegelrobben beobachten! Oder waren es doch bloß Vögel? Im Anschluss besuchte man noch ein kleines Städtchen zum Bummeln und natürlich, um zusammen als Gruppe ein leckeres Eis zu genießen. Am Abend ging es für die Jungs noch auf einen Fußballplatz im Feriendorf. Es gab sogar tierische Zuschauer! Am Bolzplatz grenzte nämlich eine kleine Weide für zwei Schafe sowie für ein Schwein an. Da wurde jeder Ball, der über das Tor hinweg flog, zum richtigen Abenteuer, diesen wiederzuholen. Und natürlich wurde auch in der Ferienfreizeit die deutsche Frauen-Nationalmannschaft tatkräftig unterstützt!

sommerfreizeit holland

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Der Dienstag sollte allerdings für die meisten das Highlight bilden. Schon früh morgens machte man sich auf den Weg, damit man rechtzeitig am „Walibipark“ ankommt. Ein Freizeitpark, wo die Action nur so auf Gruppe C/D wartete! Und auch hier gab es für jedermann und jederfrau etwas Spannendes zu erleben. Ob rasante Achterbahnfahrten, schwindelerregende Höhen auf dem Riesenrad, nasse Angelegenheiten beim Wildwasserrafting oder einfach nur die wunderschöne Parkatmosphäre, jeder hatte hier sein ganz persönliches Highlight. Natürlich wurde sich auch erst auf den Heimweg begeben, als wirklich jede Achterbahn gefahren wurde. Die Wildwasserbahn sollte hierbei aber einen ganz besonderen Eindruck hinterlassen haben.

Der Mittwoch begann, im wahrsten Sinne des Wortes, gehüpft wie gesprungen. Es ging nämlich in einen Trampolinpark! Eine ganze Halle voller Hindernisse und Trampoline wartete nur so darauf, überwunden zu werden. Zwei Stunden lang konnte man sich hier austoben und die Welt aus mehreren Höhen betrachten: „Boah, hier kann man locker 3 Meter hoch springen!“. Viel Zeit, sich danach auszuruhen, blieb allerdings nicht. Man besuchte am Nachmittag noch ein Schwimmbad. Natürlich musste dann auch versucht werden, den Highscore beim Rutschen zu knacken. Selbst nach dem Schwimmbad war an Ausruhen eher weniger zu denken. Der Bolzplatz rief, und danach aber der Fernseher und dann endlich das Bett.

sommerfreizeit holland

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Wie könnte man den letzten vollen Tag besser verbringen, als etwas klassisch Holländisches zu machen, eine Radtour! Es ging durch die flache Landschaft Hollands in ein entfernteres Städtchen. Dabei lernte man auch die Pein eines jeden holländischen Verkehrsteilnehmers kennen - Zugbrücken für den Schiffsverkehr. Macht nix, beobachtet man eben die zahlreichen Schafe am Rande der Straße, solange die Brücke noch oben ist. Am Abend war dann der Plan, auch etwas klassisch Holländisches zu Essen: „Pannekoken“. Leider haben das zahlreiche Menschen ebenso gesehen und das Restaurant war überfüllt. Also musste man auf den klassischen Asia-Imbiss ausweichen. Hierbei war es auch eine lustige Herausforderung, herauszufinden, was man genau sich jetzt bestellt – die Speisekarte war natürlich auf Holländisch verfasst.

Am Freitag hieß es dann aber leider auch schon „Bye Bye Niederlande“. Hausputz muss aber vorher noch sein! Wohl der unangenehmste Teil der Freizeit, aber es gehört dazu. Die Autos voll beladen ging es dann mittags zurück in das Internat. Ankunft war ca. 16:30.

Am Ende waren sich aber alle einig, das war eine schöne Ferienfreizeit!