„Stark fürs Leben“ war das Motto des diesjährigen Informations- und Fortbildungstages der Abteilung für Beratung und Unterstützung, der am 25. November in den Räumlichkeiten der Landesschule stattfand. Mehr als 40 Eltern, Lehrkräfte und hörgeschädigte Kinder und Jugendliche fanden den Weg nach Neuwied, um gemeinsam mit den Förderschullehrerinnen und -lehrern der LGS Wege in ein starkes Leben mit Hörschädigung zu diskutieren.

Förderschulkonrektor Bernd Günter und Lena Stöppler

Den Anfang bildete dabei Lena Stöppler, hörgeschädigte Lehramtsstudentin und Mitglied im Bundesvorstand der Bundesjugend im deutschen Schwerhörigenbund. Sie berichtete in einem Impulsvortrag ausführlich von ihrer eigenen Biographie und den Aspekten, die ihr in ihrem Leben Stärke vermittelt haben. Weitergeführt wurde dies dann in zwei von ihr geleiteten Workshoprunden mit anwesenden Eltern, bei denen auch die Lehrkräfte der LGS beteiligt waren und ihre Expertise beitragen konnten.

 

Lena Stöppler

Workshop 18+

 

Parallel dazu führten weitere Kolleginnen und Kollegen der Landesschule verschiedene Workshops durch, in denen unterschiedliche Aspekte der Beschulung hörgeschädigter Kinder und Jugendlicher in Regel- und Förderschulen (Nachteilsausgleich, Umgang mit Zusatztechnik, Hörtaktik, Stärkung der sozial-emotionalen Entwicklung, manuelle Kommunikationsformen, Grundlagen des Hörens) thematisiert wurden.

Die ebenfalls anwesenden hörgeschädigten Kinder und Jugendlichen konnten in dem von Ute Krummenauer (Leiterin des Koblenzer Kinderzirkus) angebotenen Zirkusworkshop für Grundschüler und in dem von der Selbsthilfegruppe 18+ (Julia Meier, Luisa Frank, Julia Kersten) durchgeführten Workshop „Stark durchs Leben ab Klasse 5“ vielfältige Bewegungs-, Spiel- und Gesprächserlebnisse machen.

Workshop Grundlagen des Hörens

Workshop Hörtaktik und emotionale Entwicklung

Workshop Kinderzirkus

Workshop Zusatztechnik

Den Abschluss und gleichzeitig den Höhepunkt des Tages bildete dann die Schilderung dieser beiden Gruppen im Plenum und das Vorführen der Zirkuskunststücke durch die Kinder vor ihren stolzen Eltern.

Die Abteilung „Beratung und Unterstützung“ wird sicher auch nach diesem Tag weiter nach Möglichkeiten suchen, relevante und interessante Informationsangebote zu schaffen, um dann in einem Netzwerk mit Eltern, Kindern und Schulen die Entwicklungsräume zu schaffen, in denen hörgeschädigte Kinder die Chance haben, „stark ins Leben“ zu kommen.

Bernd Günter, Förderschulkonrektor